Digitalisierung im QUADRAT C6

"Denkmalschutz trifft Digitalisierung"

Eine moderne Glasfaserinfrastruktur ermöglicht das Unterrichten in einem historischen Jugendstilgebäude. Das im Versicherungsbereich der Berufsschule entwickelte Erfolgsmodell Tabletklasse wird stetig auf andere Ausbildungsberufe und Schularten übertragen. Durch die Kooperation mit regionalen und überregionalen Unternehmen und Bildungspartnern kann eine moderne und innovative Unterrichtsmethodik auf dem neusten Stand vermittelt werden. Hierfür bietet die Friedrich-List-Schule ihren Schüler*innen spannende Digitalisierungsprojekte wie Gamification, Robotik und 3D-Druck. In naher Zukunft bietet die FLS, in Kooperation mit der Werner-von Siemens Schule, den Schüler*innen die Möglichkeit das Thema Industrie 4.0 zu erleben.

Regelmäßige Schulungen des Kollegiums zu digitalen Themen spielen an der FLS eine wichtige Rolle. Die FLS bietet ihren Lehrer*innen regelmäßige schulinterne Fortbildungen von internen und externen Dozenten. Ziel ist es, dass das komplette Kollegium im Umgang mit digitalen Medien und digitalen Unterrichtsmaterialien geschult ist und dies jederzeit sicher einsetzen kann. Alle Lehrer*innen wurden mit Tablets ausgestattet. Der Umgang mit Tablets im Unterricht wurde über die letzten Jahre intensiv bei der beruflichen Ausbildung der Versicherungskaufleute getestet und evaluiert. Diese Erkenntnisse wurden nun an die neu ausgestatteten Lehrer*innen weitergegeben. Es konnten seit diesem Schuljahr sowohl im Wirtschaftsgymnasium als auch beim Ausbildungsberuf Kaufleute für IT-Systemmanagement neue Tabletklassen eingerichtet werden. In diesen Klassen sind alle Schüler*innen mit einem Tablet ausgestattet und im Umgang geschult worden. Ziel ist es in diesen Klassen, dass der Unterricht in geeigneter Weise digitalisiert wird.

Die Corona-Pandemie stellte auch die Friedrich-List-Schule vor größere Herausforderungen. Die digitale Beschulung von Schüler*innen musste in der Breite eingeführt werden. Die FLS hat für diese Umsetzung keine Kosten und Mühen gescheut und neue Hardware angeschafft. Mit dieser Ausstattung konnte ein Fernlernunterricht per Videokonferenz angeboten werden. Hierfür gab es Schulungen im Umgang mit der Hardware und der benötigten Software. Durch diesen Einsatz konnte eine Vielzahl des auf Grund der Schulschließung entfallenen Unterricht digital per Videokonferenz durchgeführt werden. Für die Rückkehr in den Präsenzunterricht wurden an der Schule mehrere Studios eingerichtet. Diese Studios wurden mit Videokameras und Mikrofon sowie einer Dokumentenkamera ausgestattet. Der Zweck der Studios lag in der digitalen Beschulung der Schüler*innen, die weiterhin zu Hause beschult wurden. Zusätzlich wurden in allen Klassen die Schüler*innen der Risikogruppen zum Unterricht hinzugeschaltet. Auch die Lehrer*innen, welche zu den Risikogruppen gehören, können so die Schüler*innen von zu Hause aus unterrichten. Aktuell wird jeder Klassenraum mit entsprechender Hardware ausgestattet, so dass jederzeit digitaler Unterricht aus jedem Klassenzimmer möglich ist.

Die FLS verfügt über ein denkmalgeschützes Gebäude mit sehr dicken Innenwänden. Eine WLAN Ausleuchtung hat ergeben, dass in jedem Raum ein Accesspoint benötigt wird. Zurzeit sind erst zwei Stockwerke mit einem Schüler- und Lehrer-WLAN ausgestattet. Eine entsprechende Erweiterung auf das restliche Schulhaus ist ein äußert umfangreiches und kostspieliges Projekt. An der FLS wird in den nächsten 3 Jahren die komplette Außenhülle saniert. Diese Baumaßnahme wird im Rahmen des Digitalpaktes genutzt um nach dem Mannheimer Modell die noch nicht mit WLAN ausgestatteten Räume an das Schulnetz anzuschließen. Neben dieser Maßnahme wird eine komplett neue Glasfasernetzwerkinfrastruktur geschaffen. Diese Arbeiten haben bereits begonnen und werden im Zuge der Gebäudehüllensanierung umgesetzt. Ebenfalls ist der Plan in diesem Zeitraum in allen Klassenzimmern digitale Tafeln zu installieren.

Die Friedrich-List-Schule sieht sich gut für das digitale Zeitalter vorbereitet. Durch die neugeschaffene Netzinfrastruktur kann in naher Zukunft jeder Unterricht digitalisiert werden. Eine Einbindung von abwesenden Schüler*innen und Lehrer*innen ist jederzeit möglich. Des Weiteren werden durch die regelmäßig stattfindenden Schulungen und Weiterbildungsangebote die Lehrer*innen geschult und durch Evaluationsprozesse wird der Unterricht ständig weiterentwickelt.