JUNIORENFIRMA AN DER FLS E.V.

 

                                                                                                                                                

 

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Juniorenfirma - Was ist das?


Seit langem werden Jugendliche in der betrieblichen Ausbildung durch die Einrichtung von Lern-, Übungs- oder Juniorenfirmen an das betriebliche Geschehen herangeführt. Im Unterschied zu Lern- und Übungsfirmen, die in einer fiktiven Volkswirtschaft operieren, agieren Juniorenfirmen am realen Markt. Ziel der Juniorenfirma ist es, den Jugendlichen kaufmännische Bildungsziele zu vermitteln, in dem sie aktiv am Betriebsgeschehen teilnehmen.

 

Juniorenfirma an der Friedrich-List-Schule in Mannheim


Die Friedrich-List-Schule hat im September 2000 die ersten Schritte zur Einrichtung einer Juniorenfirma unternommen. Zunächst galt es eine tragfähige Geschäftsidee zu finden, die sich nach dem Brainstorming der Schüler, Gesprächen mit der Schulleitung und unter Abwägung rechtlicher Aspekte auf das Betreiben eines Internetcafés fokussierte. Mit der Möglichkeit der kostengünstigen Internetnutzung (1 € pro Stunde) für alle Schüler und Lehrer der Friedrich-List-Schule sollte auch ein Beitrag zur Sicherung der Chancengleichheit im beruflichen Schulwesen geleistet werden.

Die zunächst als Arbeitsgemeinschaft geführte Juniorenfirma hat mittlerweile als eingetragener gemeinnütziger Verein eine eigenständige Rechtsform erhalten. Geschäftszweck ist die Heranführung von Schülern an das Geschäftsleben.

Für die Finanzierung unserer Geschäftsidee wurde das Preisgeld für den 1. Platz bei dem vom Lions Club Mannheim ausgeschriebenen Innovationspreis Schule-Wirtschaft, eine Zuwendung des Fördervereins der FLS sowie eines Ausbildungs-unternehmen verwendet. Darüber hinaus stellte uns die Schule ausgemusterte PC's als Sachspende zur Verfügung. Laufende Investitionen werden seither ausschließlich mit eigenen Mitteln finanziert.

Kurz vor den Weihnachtsferien 2001 konnte das Internetcafé „World of Cyber“ für die Schüler der Friedrich-List-Schule eröffnet werden. Im weitgehend von den Mitarbeitern gestalteten Arbeits- und Verkaufsraum standen 9 vernetzte PC’s zur Verfügung. Neben der Internetnutzung wurden dort Snacks und Getränke sowie eine kleine Auswahl Schreibwaren angeboten. Im Sommer 2002 eröffneten wir mit einer Kuchenverkaufsaktion die Außenterrasse im Schulhof der Friedrich-List-Schule. Ein weiteres Geschäftsfeld stellt das Catering von Schulveranstaltungen dar. Die"Junioren" übernahmen zunächst das Catering von Abschlussklassenfeiern und Veranstaltungen der Theater AG und halfen bei den Feierlichkeiten zur Verabschiedung von Herrn Thier im Juni 2005.

Im Schuljahr 2006/07 wurde der Betrieb des Internetcafés eingestellt und die Juniorenfirma etablierte den Junior Catering Service. Neben dem Catering von schulischen Großveranstaltungen wie Theaterabenden und Infotagen, werden auch Konferenzen, Elternabende, Kontaktstunden usw. mit Getränken und Snacks beliefert.

Die Aufbauorganisation in Form einer Matrixstruktur spiegelt insbesondere was die Geschäftsführung angeht den kooperativen Führungsstil unseres Unternehmens wider. Jeder Mitarbeiter übernimmt das Catering von mindestens zwei Veranstaltungen im Halbjahr und ist an Entscheidungen der Geschäftsführung beteiligt. Die Mitarbeit in den Abteilungen Marketing, Personal, Rechnungswesen & Controlling und Einkauf konfrontiert die "Junioren" mit den spezifischen betriebswirtschaftlichen Aufgaben. Überdies beteiligen sich alle Mitarbeiter an der Vorbereitung und Durchführungen von Präsentationen, Messebeteiligungen (NewCome, edut@in), Vorträgen und der Teilnahme an Wettbewerben.
Die Rolle der betreuenden Lehrer in der Juniorenfirma wird primär als die eines "Coach" gesehen, die den individuellen Lernprozess anregen und unterstützen.

 

Schlussbetrachtung


Abschließend lässt sich feststellen, dass das Betreiben einer Juniorenfirma die einzigartige Möglichkeit darstellt, unternehmerisches Handeln mit Schülern zu erproben. Durch das verantwortungsvolle Arbeiten im Team, das persönliche Erleben von betrieblichem Erfolg oder Misserfolg erhalten vor allem Vollzeitschüler wertvolle Einblicke in betriebliche Strukturen und eine erste Orientierung für die Arbeitswelt. Überdies soll bei allen Junioren der "Unternehmergeist" geweckt werden.

 

 


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